7 wichtige Lego Technic-Begriffe, die man unbedingt kennen sollten

Namen sind Schall und Rauch, schreibt Goethe in Faust. Das stimmt auch für viele Fachbegriffe. Doch machen diese Begriffe das Leben leichter, wenn man sie einmal verstanden hat. Leider sind die Fachbegriffe, die man bei Technik-Spielzeugen vorfindet, nicht immer selbsterklärend. In diesem Artikel führen wir deshalb die sieben wichtigsten Fachbegriffe ein, über die man bei Lego Technic immer wieder stolpert. Einmal verstanden, erleichtert das allen Bastlern die Orientierung im Universum aller Technik-Spielzeuge.

1. Liftarme

lego-608348_1280Lego Technic unterscheidet sich von anderen Lego-Reihen, wie zum Beispiel City oder Star Wars, auch durch die verwendeten Teile. Wärend normalerweise der berühmte Noppen-Stein die Grundlage aller Basteleien ist, wird bei Lego Technic der sogenannte „Liftarm“ verwendet. Dieser ist eine gerade oder gebogene Stange unterschiedlicher Länge, mit mehreren Löchern zum Stecken. Die Bauteile werden also weniger aufeinandergebaut, als ineinander gesteckt. Der Liftarm bietet beim Bau größere Flexibilität und ermöglicht dynamischere und stabilere Formen, als der normale Noppenstein.

2. B-Modell

LEGO Technic 42044 - Düsenflugzeug_B-ModellB-Modell ist ein Begriff der generell für Spielzeuge zum Zusammenbauen gilt, aber gerade bei Lego Technic große Bedeutung hat. Neben dem A-Modell, das meist der Namensgeber für ein verkauftes Produkt ist, und auf der Verpackung abgebildet ist, gibt es meist noch ein B-Modell: Das B-Modell ist ein Modell, das mit den gleichen Teilen wie das A-Modell gebaut werden kann. Es kann statt dem A-Modell aufgebaut werden. Oft werden etwas weniger Teile benötigt als beim A-Modell. Die Anleitung zum B-Modell wird entweder ebenfalls mitgeliefert, oder ist online bei Lego verfügbar. Meist ist es ein ähnliches Modell und wird auf der Rückseite der Produktschachtel dargestellt. Beim Produkt 42044 Düsenflugzeug ist das A-Modell ein das Düsenflugzeug und das B-Modell ein Kunstflugzeug.

3. MOC – My Own Creation

Das tolle an kreativen technischen Spielzeugen ist, dass man nicht nur nach Plan bauen kann, sondern einfach mit vorhandenen Teilen seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen kann. Viele Bastler bauen zuhause in ihrem Keller oder Wohnzimmer tolle Modelle, die mit den offiziellen Modellen durchaus mithalten können. Diese selbst gebastelten Modelle nennt man dann MOCs, für „My own creation“. Im Internet laden viele talentierte Bastler ihre eigenen Kreationen hoch, oft mit professionellen Anleitungen und detaillierter Beschreibung der benötigten Teile. Um diese zu finden, eignet sich zum Beispiel eine Google-Suche oder eine Suche in diversen Foren (technic-dialog, offizielles Lego-Forum etc.). Echte Fans, denen die vorgegebenen Modelle zu langweilig werden, können Ihren Bastel-Trieb dann mit MOCs ausleben und sogar eigene MOCs für andere Fans erstellen.

4. L-Motor

Lego Technic L-MotorIn vielen Kommentaren und Bewertungen im Internet ließt man den Begriff L-Motor. Dabei handelt es sich um den Lego Technic Power Functions L-Motor, den Standard-Elektromotor für Lego Technic-Modelle.  Der L-Motor passt von der Größe her locker in eine Kinderhand. Für seine Größe ist er sehr kräftig. Verbaut man den L-Motor falsch und wird dieser blockiert, so lässt er sich nicht so leicht aufhalten und zerlegt regelmäßig den festen Aufbau um sich herum. Den L-Motor gibt es entweder beim Kauf eines Produktes gleich mit dazu, oder im Power Functions Tuning-Set oder als Einzelstück für Upgrades zusätzlich zu kaufen. Die Power ist beeindruckend. Der L-Motor wird über Batterien aus einer Batteriebox angetrieben. Allerdings sind nicht alle Lego Technic-Modelle motorisierbar. Wie genau ein Elektromotor funktioniert kann man bei Wikipedia nachlesen.

5. AA-Batterien

AA-BatterienDer Motor allein wäre nutzlos, ohne eine passende Energiequelle. Für Lego Technic wird die Energie bei neueren Modellen aus Batterieboxen gespeist. Die verwendete Standard-Batteriebox für größere Modelle ist die 8881 Power Fuctions Batteriebox. In diese passen 6 AA-Batterien rein. Diese Batterien werden aber in den Bausets nicht mitgeliefert. Das heißt, es lohnt sich für Hobby-Bastler eine große Packung dieser AA-Batterien zu kaufen. Die AA-Batterien werden auch Mignon oder R6 genannt und sind von der kleineren AAA-Batterie zu unterscheiden. Die AA-Batterien sind ungefähr daumenlang und wie ein Zylinder geformt.

6. Pneumatik

HydraulikManche komplexen Modelle können mit der Energie des Elektromotors nicht nur über Zahnräder und Seilwinden Bewegungen ausführen, sondern haben auch eine Pneumatikpumpe. Bei Pneuamtik wird Luftdruck für mechanische Bewegung eingesetzt. So lässt sich die ein oder andere Baggerschaufel über Pneumatik mit Hilfe von Zylindern bewegen. Die Druckluft wird über Kompressoren verdichtet. Die mechanische Energie des Elektromotors aktiviert einen Hubkolben oder sogenannte Verdichter-schrauben um einen höheren Druck zu erzeugen. Das Prinzip der Pneuamtik ist dabei vergleichbar mit der bekannteren Hydraulik, bei der mechanische Bewegung über den Druck in Flüssigkeiten übertragen wird. Diese ist bei großen Maschinen in der Realität deutlich öfter zu finden. Was in den echten Modellen über Hydraulik funktioniert, wird bei Lego Technic über Pneumatik nachgebaut. Mehr Infos zu diesem System gibt es im Wikipedia-Artikel.

7. Technic Action Figur

Viele Lego-Fans wundern sich, warum es in  Lego Technic keine Figuren gibt. Diese würde aber auch von der Größe her nicht wirklich zu den Technic-Modellen passen. Deshalb hat Lego in den 80er Jahren die sogenannte Technic Action Figuren herausgebracht. Diese sind ungefähr drei mal so groß, wie die traditionellen kleinen Lego-Männchen. Die Figuren passten so in die Führerhäuschen von Bauschmaschinen und haben die Fahrzeuge mit etwas mehr Leben gefüllt. Die Figuren sehen aber seltsam aus und waren deshalb nicht besonders beliebt. Sie werden deshalb nicht mehr produziert, gibt es aber noch bei Ebay zu kaufen. Die Action Figuren sind also eher etwas für Nostalgiker – denn die Sets sehen auch ohne Figuren super aus.

Author: Manuel

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